Heimat geht durch den Magen

Eine kleine kulinarische Reise durch meine Heimat.

(Der Blogbeitrag ist in Kooperation mit REWE Regional entstanden.)

Erntedankfeste auf dem Land sind die Krönung unseres Sommers. Es ist etwas Besonderes, auf dem Land zu leben und am Naturkreislauf aktiv teilzunehmen. Wir sind hier aufs Dorf gezogen, weil es strategisch gut lag, zwischen Berlin und Magdeburg. Fast zehn Jahre sind wir nämlich jeden Morgen in unterschiedliche Richtungen gefahren. Aus einer sachlichen Entscheidung ist eine große Landliebe geworden. Wir wurden inhaliert mit Leib und Seele, bauen mittlerweile viel Obst und Gemüse selbst an. In diesem Jahr haben wir unfassbar viele Gurken und verschiedene Tomatensorten. Die Kinder konnten Johannisbeeren in allen Farben, Kirschen, Erdbeeren und Stachelbeeren in rot und gelb naschen. Im Moment stehen wir jeden Abend bei den Weinreben  und ernten schon kleine Kinderhände voll dunkelblauer saftiger Trauben.

Was wir nicht selbst erwirtschaften können, pflücken wir in der Natur oder wir kaufen es. Am liebsten ebenfalls aus regionalem Anbau.

In der Börde, der Altmark und dem Jerichower Land wird viel mehr angebaut und vertrieben, als man auf den ersten Blick vermuten könnte. Im Moment haben Blumenkohl, Mais, Äpfel, Paprika, Mangold, Pastinaken, Rotkohl, Bohnen, Zucchini, Rote Beete und vieles mehr Saison. Im Nachbarort, keine zehn Kilometer entfernt, können wir Produkte von regionalen Bauern im REWE kaufen. Die Kombination aus eigener Versorgung und dem Angebot von REWE Regional sorgt für Abwechslung und dafür, dass wir uns überwiegend gesund ernähren und nicht lange nach den verschiedenen Zutaten suchen müssen.

Die Vorzüge des Landlebens sind aber bei Weitem nicht nur kulinarischer Natur, obwohl Essen, Snacken und Naschen bei uns täglich eine große Rolle spielen. Ich schätze, dass ich da Opfer frühkindlicher Prägung durch das Verhalten meines Vaters  geworden bin. Für ihn war VOR einem Ausflug immer das wichtigste, die Frage der Verpflegung geklärt zu haben. WANN können wir WO und WAS essen? Und auch heute noch ist seine Laune schlagartig im Keller, wenn nach Verstreichen der Mittagstischzeit der Magen noch nichts Nennenswertes bekommen hat. So schlimm ist es bei mir noch nicht. Aber ganz ohne einen Plan verlassen auch wir nie das Haus. Spätestens, seitdem die Kinder Teil unseres Lebens sind.

Wir suchen gern in unserer näheren Nachbarschaft nach Zielen, die wir mit den Jungs gemeinsam entdecken können.

Manchmal ist der Abenteuerspielplatz im Rothehornpark in Magdeburg unsere erste Wahl, manchmal fahren wir in einen der drei Indoorspielplätze, die Magdeburg und Umgebung bieten. Vor kurzem waren wir im waldpädagogischen Zentrum in Biederitz. Hier kann man den Wald mit allen Sinnen, dem Herzen und den Händen erkunden. Miki, unser Großer, hat dort viel forschen und probieren dürfen. Alles, was er gelernt hat, hat er uns im Nachhinein weitergegeben. Zum Beispiel, warum Mücken auf dem Wasser laufen können.  Ebenfalls in unserer Nähe befindet sich der wunderbare Tierpark Zabakuck. Hier findet man überwiegend einheimische Tiere in ihrer natürlichen Umgebung und dort kann man auch wunderbar einen Kindergeburtstag feiern. Außerdem fahren wir gern zur Schleuse nach Hohenwarthe, zwischen Mittelland- und Elbe-Havel-Kanal. Mit etwas Glück, können wir auch dabei zuschauen, wie ein Schiff an uns vorbei rauscht. Ein immer wieder beeindruckendes Erlebnis, auch für die großen Kinder. 😉

Grundsätzlich lohnt sich aber auf dem Land auch jede Fahrradrunde um beispielsweise ein großes Maisfeld.

Gerade jetzt braucht man zumindest für diesen Ausflug nicht einmal Proviant. Die Äpfel sind reif, die Pflaumen hängen uns beinahe in den Mund und an den Brombeerbüschen kann man sich körbeweise sattessen. Sind wir weiter weg, packt meine Frau uns bunte Survival-Pakete mit geschnittenen Äpfeln, Gurken und anderen Obst- und Gemüsesorten.

Es gibt Kartoffelsalat oder selbstgebackenes Brot zu leckeren Sandwiches gewickelt. In verschiedenen Dosen befinden sich ungewürzte Gemüsesticks oder geviertelte Äpfel, gekochte Eier und Würstchen.

Das sieht dann meist so aus …

 

Aber am wichtigsten sind die Mahlzeiten zu Hause, am reichlich gedeckten Tisch, in unserer kleinen, gemütlichen Viererrunde. Meine Frau kocht für ihr Leben gern. Ich esse für mein Leben gern. Und die Jungs ? … Kommen hier ganz nach mir. Etwas, das uns da allesamt glücklich macht, ist ein herrlich cremiger, selbstgemachter  Kartoffelbrei mit süß-salzigem gebackenen Gemüse und paniertem Schnitzel. Ihr ganz eigenes Rezept hab ich ihr selbstverständlich für Euch abgeschwatzt.

Um es nachzukochen, braucht Ihr folgendes:

  • 1 kg mehligkochende Kartoffeln
  • 1 kg Wurzelgemüse ( Karotten, Petersilienwurzel, Rote Beete, etc.)
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 600 g Schnitzelfleisch (geht natürlich auch mit Geflügelfilets)
  • Mehl, 3 Eier, Sojasoße, Paniermehl u. ungeschälten Sesam
  • 350 ml Milch
  • 30 g Butter
  • Olivenöl, Zucker, Salz

Das Kartoffelpüree bereiten wir gern im Thermomix zu. Dafür werden die Kartoffeln geschält, in Scheiben geschnitten und zusammen mit 350 ml Milch und dem Rühraufsatz 25 Minuten auf Stufe 1 bei 98 Grad im Mixtopf gerührt. Am Ende wird 3 min lang auf Stufe 3 das Püree mit 30 g Butter verrührt.

Das Wurzelgemüse und die Frühlingszwiebeln werden geputzt, in grobe Stücke geteilt und mit Olivenöl, 3 Esslöffeln Zucker und einem Esslöffel Salz vermengt. Danach gebt Ihr es in eine Auflaufform. Es braucht ca. 15 Minuten bei 200 Grad. Dann ist es noch knackig und herrlich karamellisiert. Wir geben auch noch kleine Cherrytomaten dazu. Wenn Sie platzen, gibt das eine leckere Flüssigkeit.

Das Fleisch wird mit etwas Salz gewürzt. Dann wird die „Panierstraße“ bereitgestellt. Drei tiefe Teller braucht ihr dafür. Im ersten ist Mehl, im zweiten drei mit einem Schuss Sojasoße verquirlte Eier, im dritten ein Drittel Sesam und zwei Drittel Paniermehl. Nach dem Panieren werden die Schnitzel gebraten.

Jetzt könnt Ihr alles hübsch anrichten und in gemütlicher Runde verputzen.

Guten Appetit.

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